Digitale Videokamera JVC GR-D725E

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Bei einem Lebensmittel-Discounter war im Juni 2007 der JVC GR-D725E CamCorder für 209,-- EUR im Angebot. Ich liebäugelte schon längere Zeit mit solch einem Gerät für den Hausgebrauch und fand heraus, dass es dieses Teil bei einem großen Online-Versender zum Preis von 199,-- EUR gab (keine Versandkosten). Damit wurde meine Schmerzgrenze (bei nicht zu hohen Ansprüchen) unterschritten

Also gleich dort bestellt (die Kritiken, die ich zum jetzigen Zeitpunkt im unendlichen Web fand, waren nicht negativ, vor allem unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses), ein 5-er-Pack Mini-DV-Kassetten dazu und 2 Tage später war die Ware da. Zwischenzeitlich habe ich noch mehr Infos gesucht und einen Kritikpunkt gefunden, nämlich die Akkukapazität bzw. -laufzeit des mitgelieferten Stromspeichers. Dieser schien beim Discounter die neuere, etwas bessere bzw. stärkere Form zu haben.

Also weiter: Lieferung erfolgt, Ware ausgepackt, Akku aufgeladen und zwischendurch die Bedienungsanleitung (RTFM ;-) ) gelesen (was ich sonst sehr ungerne mache, aber das war meine erste Videokamera). Da gleichzeitig der Geiz-Ist-Geil-Laden einen Ersatzakku (Achtung: Es funktionieren z.Zt. nur die original JVC-Akkus wegen dem Info-Chip darauf!) nebst Video-Kamera (Kamera ebenfalls für 199,-- EUR) für knapp 50,-- EUR (Kapazität auch hier 730 mAh = ca. 2 Std. Aufnahme lt. JVC) statt für 88,-- EUR (Preisauskunft in 2 größeren Foto-Filial-Betrieben, mit mehrwöchiger Lieferfrist) im Angebot hatte, habe ich mir den auch noch besorgt. Den Akku mit doppelter Kapazität habe ich zwischenzeitlich bei dem Discounter mit den "saubilligen" Preisen für knapp 100,-- EUR gesehen.

Mein erstes Fazit nach einigen Testaufnahmen:

  • für meinen Bedarf (Hausgebrauch) mehr als ausreichend bzw. ordentlich,
  • gutes Preis- / Leistungsverhältnis,
  • die Qualität der Wiedergabe ("Play" per Cinch-Anschluss) hängt stark vom Anzeigegerät ab. Am Röhren-TV erhielt ich ein ziemlich dürftiges Bild mit u.a. regelmäßig durchlaufenden schwarzen Vertikalbalken und Verzeichnungen. Am PC mit TV-Karte (mit Composite bzw. S-Video-Eingang) auf einem TFT war das Bild erheblich besser, wenn nicht sogar erwartungsgemäß für eine 800.000 Pixel Video-Cam,
  • leider wird kein FireWire-Kabel mitgeliefert und das Kabel, das ich mir ob der Kenntnis dieser Tatsache mitbestellt hatte, passte leider nicht (Stecker),
  • insgesamt ist der Umfang des mitgelieferten Zubehörs dürftig (keine Mini-DV-Kassette, keine Transporttasche usw.). Bei dem Preis sollte man aber nichts anderes erwarten (bei der Anschaffungsplanung / Modellauswahl bitte berücksichtigen),
  • die Bedienung ist für jemanden, der zum ersten Mal eine Video-Cam nutzt, erklärungsbedürftig, aber das ist nicht "Schuld" dieser Video-Kamera, sondern prinzipbedingt,
  • ich freue mich darauf, diese Kamera in den in Kürze anstehenden Urlaub mitzunehmen. Bis dahin werde ich mich aber noch etwas in der Handhabung üben, um dies nicht in der teuersten Phase eines Arbeitsjahres machen zu müssen.

So, nun mal etwas weiter:

Anschluss der Kamera an einen Linux-PC (OpenSuse 10.2) per FireWire-Kabel (passenden Adapter besorgt), die libraw1394 war bereits installiert, kino musste ich nachinstallieren (zum capturen von der Kamera). Nach kurzer Zeit hatte ich die Testaufnahmen auf der Festplatte des PC, die Fernbedienung (Spulen / Start / Stop usw.) per kino war dabei völlig unproblematisch. Capture-Datei als MPEG exportiert und mit VLC angeschaut...

Gar nicht mal übel, was ich da auf meinem 19"-TFT zu sehen bekam.

Ich hörte zwar im Hintergrund immer das leise Brummen des Kameramotors, aber das war in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten. Meines Wissens haben selbst teurere Geräte diese "Eigenschaft".

Die per kino (DV-Editor) erzeugte MPEG-Datei habe ich dann auf eine CD-RW gebrannt, um sie über meinen DVD-Player (der auch AVI- und MPEG-Dateien abspielen kann) auf einem Röhren-TV anzuschauen. Das Bild war in Ordnung, aber ich hatte keinen Ton (im Gegensatz zum VLC-Player am PC). Evtl. liegt dies ja an der default-Einstellung der Video-Kamera für Audio = 12 Bit statt 16 Bit. Weitere Versuche werden Klarheit bringen, denn dafür muss ich Aufnahmen mit dieser Einstellung machen, capturen und dann testen. Mit 16 Bit nimmt man sich aber die Möglichkeit der Nachvertonung.

Die besten Ergebnisse beim Umwandeln der DV-Dateien nach dem Einlesen per FireWire habe ich mit kino erzielt, wenn ich sie als MPEG2 exportiert habe mit folgenden Einstellungen:

Dateiformat: 8 - DVD
Deinterlace: YUV Deinterlace wie beim Film
Seitenverhältnis: 3 - 16:9

Damit waren die Videos ohne Kammartefakte und in passabler Qualität sowohl auf meinen LCD-Monitor als auch auf dem LCD-Fernseher abspielbar. Ohne Deinterlacing traten auf beiden ziemlich arge Kammartefakte auf.


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