"Ich will meine Suppe nicht essen" oder: Linux ohne EFI / UEFI

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So langsam ist mein PC in die Jahre (älter als 5 Jahre) gekommen und das vor über 3 Jahren darauf installierte kubuntu 10.04 LTS auch (Auslaufen des Supports). Also mit der Zeit neue Hardware gekauft und alles zusammengebaut. Ich wollte aber ein System ohne (U)EFI, denn das ist für mich Benutzergängelei, Bevormundung oder ähnliches, hat auf jeden Fall einen schlechten Beigeschmack, fast so wie "DRM".

Dann ging es kürzlich an die Installation des Betriebssystems. Meine Wahl fiel auf kubuntu 12.04, da dies wiederum eine LTS-Version war, die aber noch bis April 2017 mit Updates versehen wird (auch wenn dies irgendwann "nur noch" Sicherheitsupdates sind). Kürzlich kam sogar eine neue Version 12.04.3 heraus, welche auch neue Programm- und Kernelversionen enthielt.

Im (U)EFI-"BIOS" des neuen PCs alles was mit "EFI", "Secure" und "Fast-Boot" zu tun hatte, abgeschaltet, alle Laufwerke (SSD und HDD) auf "CSM" (Compatibility Support Module => BIOS-Kompatibilitätsmodus) gestellt und geglaubt, jetzt passt alles. Also Iso-Datei von kubuntu gezogen auf, auf DVD gebrannt, in den neuen PC eingelegt und von der DVD gebootet ... Und hier beginnt die "Leidensgeschichte" ...

Immer nachdem ich meine (gewohnte) manuelle Partitionierung vorgenommen habe und die Basis-Programme installiert worden waren, kam es zu Meldungen a la "Grub konnt nicht installiert werden", "debootstraploader error...", "Basisinstallatin nicht erfolgreich", "Von DVD ... kann nicht gelesen werden ... falsches Medium ..." usw.

Ergebnis war immer ein nicht installiertes Betriebssystem.

Auch ein Starten der kubuntu-Live-Version und Installation aus der grafischen Oberfläche heraus führte nicht zum Ziel. Irgendwie tat sich da nach der Partitionierung nicht mehr viel. Es blieb nur ein Reset des PCs.

Lange Rede, kurzer Sinn: Im Bootmenü der Installations-DVD muss per F6-Taste eine Option in die darauf erscheinende Zeile eingegeben werden (vor den Zeichen "--" am Ende der Parameter-Zeile, Leerzeichen davor und danach bitte nicht vergessen!) und zwar "noefi" ohne die '"' bitte), denn (k)ubuntu erkennt die UEFI-Fähigkeit des PCs und will sich demzufolge auch "standardgemäß" in diesem Modus installieren. Bei der händischen Partitionierung der SDD/HDD habe ich aber keine (für (U)EFI-Boot erforderliche) separate UEFI-Partition angelegt. Somit scheiterte natürlich die Installation des grub2-Bootloaders. Durch die Angabe der Option noefi wird die Installationsroutine angewiesen, kubuntu im (altbekannten/herkömmlichen oder was auch immer) BIOS-Modus zu installieren.

Fazit: Ziel erreicht ;)

Jetzt geht es an die Feinkonfiguration und Übertragung der Datenbestände (Mail-Archive, Lesezeichen, Fotos, Online-Banking, Projektdaten aus verschiedensten Anwendungen etc. pp.).

Anmerkung: Linux ist das einzige "reguläre" Betriebssystem auf meinem/meinen PC. Windows (demnächst Version 7 wegen Auslaufens des Supports für XP im April 2014) läuft maximal in einer virtuellen Umgebung, da ich dieses Betriebssystem wegen zweier Programme (u.a. Auslesen und grafische/statistische Auswertung der Wetterstationen) noch "brauche".