Rezept: Wolfsbarsch in Alufolie gegrillt oder gebacken

Getreu dem Motto "Erweitere deinen Horizont" haben wir, als wir beim Fischhändler unseres Vertrauens Wolfsbarsch sahen, gefragt, ob man den auch grillen kann. Diese Frage wurde bejaht mit dem Hinweis, dass man den Wolfsbarsch ähnlich einer Forelle zubereiten kann. Und der Geschmack sei besser.

Da wir an dem Tag grillen wollten, haben wir also "zugeschlagen" und ...

... zu Hause überlegt, wie wir ihn denn nun zubereiten. Heraus gekommen ist folgendes (Grund-)Rezept (für 4 Personen):

- 4 Wolfsbarsche (ausgenommen, mit Kopf je ca. 300 gr)
- Kräuterbutter (4 Päckchen von Meggle oder 1/2 Stange von Kerry Gold, in 4 gleich große Stücke geteilt)
- 8 Teelöffel (TL) Zitronensaft
- 1/2 Bund Kräuselpetersilie (das "Gute" abgezupft)
- Salz
- frisch gemahlener Bunter Pfeffer
- Alufolie

Backofen auf ca. 220 °C (Umluft mit O/U) vorheizen oder Grill (hier Kugelgrill bzw. Smoker mit 2 Ebenen. Gebraucht wird die oberste Ebene, also nicht dort, wo normalerweise Fleisch gegrillt wird. Notfalls Rost möglichst hoch über der Glut anbringen und den Fisch dann in Grillschalen legen). Auf einem offenen Grill müssen Sie es probieren. Durch den geringeren Abstand zur Glut bzw. der fehlenden Hitze von allen Seiten dürften sich die Garzeiten verändern und der Fisch wird öfters gewendet werden müssen.

Fische unter fließend Wasser abwaschen und trocken tupfen (wir mögen beim fertigen Fisch nicht den Kopf, dieser wurden also vorher mit einem scharfen und guten Messer abgetrennt). Von der Alufolie einen Streifen abtrennen, der ca. 1 1/2 mal so lang ist wie der Fisch. Fisch längs und mittig darauf legen, innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen, ein Stück Kräuterbutter in die Bauchhöhle geben, Petersilie dazu und in die Bauchhöhle je 2 TL Zitronensaft träufeln.

Alufolie längs des Fisches hochheben, Seiten anheben, zusammen legen und eingeschlagen, so dass sich ein Schlauch bildet. Anschließend die Enden zusammen rollen bzw. schließen. Alufolie leicht andrücken.

Im vorgeheizten Backofen auf ein Rost (Mitte) bzw. auf den betriebsfertigen Grill (Haube schließen) legen.

Gesamtgarzeit ca. 30 Minuten, nach 15 bis 20 Minuten den Fisch mit der Alufolie einmal wenden, so dass auch die andere Seite im Sud garen kann.

Fertig zubereiteten Fisch in der Alufolie mit der Öffnung nach oben auf Teller geben und servieren. 2 - 3 Minuten warten und die Enden und den eingeschlagenen Folienbereich öffnen. Folie auseinander klappen, den Fisch vom Bauch her zum Rücken mit einem (Fisch-)Messer teilen und aufklappen. Mittelgräte entfernen (das Messer muss dafür wirklich nicht scharf sein, da sich die 2 Seiten einfach teilen lassen).

Hinweis(e): Im Rücken- und Bauchbereich sind noch lose Gräten, also Umsicht walten lassen. Die Haut wird nicht verzehrt.

Genießen!

Beilagen: 1 Baguette und/oder ein gemischter Salat.

Fazit: Der Fachverkäufer hat Recht gehabt mit dem Hinweis "Schmeckt besser als Forelle" und "Zubereitung wie Forelle". Ein Wolfsbarsch hat zwar mehr Gräten als eine Forelle, aber dafür "entschädigt" der (meiner / unserer Meinung nach) bessere Geschmack des schönen weißen Fleisches. Spätestens bei ihrem 2. Wolfsbarsch haben Sie kaum noch Reste.

Einziges Manko: Wolfsbarsch ist meist teurer als Forelle.