DIAs und Negative digitalisieren

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Ich digitalisiere schon seit einiger Zeit meine Negative und DIAs (soweit ich noch entwickelte Fotos von den Negativen habe, benutze ich diese als Alternative).

Als Werkzeug (im Sinne von Hardware) dienten bzw. dienen mir dabei unterschiedliche Geräte wie z.B.

  • ein alter DIA-Projektor, umgebaut für den speziellen Einsatzzweck
  • eine Canon-Kompaktkamera mit 4 MP mit Televorsatz,
  • ein Scanner CanoScan 3600F,
  • ein Scanner Epson Perfection V500 Photo,
  • eine Pentax K100D mit Soligor Diaduplikator bzw. mit Tamron SP AF Di 90, 1:2,8, Macro 1:1 Objektiv,

  • und jetzt neu ein Reflecta CrystalScan 7200.

    Beim Digitalisieren mit den älteren Gerätschaften waren immer einige Vorarbeiten (Staub entfernen (abblasen), Justage, Fokus einstellen usw. erforderlich). Ansonsten hatte ich anschließend in der Elektronischen Bildverarbeitung (EBV) ziemlich viel zu tun oder musste den Vorgang wiederholen. In der EBV ging es hauptsächlich um Wegstempeln von Staub und Kratzern. Letztendlich, nachdem ich ca. 90 % meiner Bilder digitalisiert hatte, kam ich zu dem Ergebnis, dass diese Vorgehensweisen ganz gut geeignet sind, um einen Überblick über die vorhandenen Fotos zu bekommen (aber eben auch nicht mehr!). Teilweise waren die Aufnahmen aber trotz ausreichender Vorarbeiten nicht wirklich brauchbar oder es wäre sehr aufwändig gewesen, diese in einen brauchbaren Zustand zu bringen (Stichwort: Kratzerentfernung).

    So kam ich auf die Idee, für die besten Fotos (sprich besonders gelungene, lohnenswert Aufnahmen bzw. die mit einem sehr hohen Erinnerungswert - Hochzeit, Kinder, Urlaub usw.) einen für diese Aufgabe spezialisierten Scanner zuzulegen. Im WWW findet man immer wieder den Hinweis bzw. Rat, sich für diese Zwecke einen gebrauchten (da nicht mehr hergestellt) Nikon CoolScan irgendwas zu holen (bei 3-2-1) und diesen nach erledigter Arbeit mit nur niedrigem Wertverlust wieder zu verkaufen. Ich beobachtete eine Zeitlang die Angebote, aber die endeten für mich letztendlich alle in einem unvernünftigen Bereich. Deshalb habe ich mich mal mit Neuware auseinandergesetzt und bin auf eine Homepage gestoßen, die sich nur mit diesem Thema auseinandersetzt. Nachdem ich auch noch in einigen Foren Hinweise auf den Reflecta CrystalScan 7200 gefunden habe. habe ich mir diesen incl. der Software SilverFast SE zugelegt (trotz der vollmanuellen Bedienung) und zwar für knapp unter 300,-- EUR incl. Versand.

    Kurz darauf war das Gerät geliefert und es ging mit den ersten Tests los. Anfangs habe ich die Scanns mit der beiliegenden Standard-Software CyberView X gemacht und alle möglichen Einstellungen an einigen wenigen Negativen und DIAs durchprobiert. Da ich aber auch Silverfast SE dabei hatte, habe ich dieses Programm auch getestet. Ich war Update-berechtigt (nach Registrierung), eine neue Version mit bzw. für HDR-Scans zu installieren. Um diese zu verarbeiten (proprietäres Dateiformat) benötigt man noch SilverFast HDR, welche aber als voll funktionsfähige Testversion zum Download zur Verfügung steht (blendet aber in die Scanns Marker ein, langt aber vollauf zum Testen).

    Mein vorläufiges Fazit:

  • zeitaufwändig und viel manuelle Tätigkeiten erforderlich (läuft aber abends nebenher an einem 2. PC)
  • scannen mit 7.200 dpi bringt nichts (kann der CrystalScan auch physikalisch nicht). 3600 dpi reicht mehr als aus.
  • die digitale ICE-Technik (Staub- und Kratzerentfernung) ist wirklich mehr als sinnvoll und vereinfacht die Digitalisierung ungemein.
  • die Lernkurve beim SilverFast-Programm (SF) ist relativ hoch, CyberView X (CV) ist eingängiger.
  • SF SE bringt keine erkennbar besseren Scans. Einen Vergleich der Scannergebnisse CV <-> SF findet man hier. Mit ein wenig EBV würden die Ergebnisse identisch aussehen.
  • selbst im Zusammenhang mit SilverFast HDR bringe ich keine besseren Ergebnisse als mit CyberView X zustande. Vor allem wenn ich an den umständlicheren und langwierigeren Workflow denke, brauche ich persönlich kein SF. Den Aufpreis hätte ich mir schenken können (Hinweis: Es gibt von allen SF-Scan-Programmen voll funktionsfähige Testversionen ... evtl. also selbst erst mal testen?!)
  • Die Scannergebnisse als solche sind erheblich besser als das, was ich bei den vorher von mir angewendeten Methoden rausbekommen habe (auch wenn die weniger zeitaufwändig waren).
  • auch hier müssen alle Scanns per EBV nachbearbeitet werden (Farbanpassung, Weißpunkt, Entrauschen, USM). Ich vertraue mehr meinen Fähigkeiten in dem / den mir bekannten EBV-Programm(en), als dass ich diese Anpasssungen in CyberView X vornehme.
  • Welche Einstellungen ich für die mir am ehesten zusagenden Scanns mittels CyberView X verwende, werde ich hier noch nachtragen (siehe unten). Im Moment suche ich noch den für mich sinnvollsten Workflow nach dem Scannen, denn TIFF-Datein von > 100 MByte (ich scanne in 16 Bit) möchte ich nicht in meine Foto-Archiv-Software übernehmen (Die Originaldateien werden aber nicht gelöscht, sondern separat gesichert).

    Für den ersten Moment soviel: Alles abgeschaltet bis auf 25 % Rauschunterdrückung und möglichst nahe Bestimmung des verwendeten Filmherstellers und Filmtyps.

    Einstellungen - Fortsetzung: Da ich eh alle Scanns (zumindest die der Negative) einer EBV unterziehen muss (zu hell, zu dunkel, falscher Weißabgleich, Farbstich) und ich nicht die Möglichkeiten von CyberView, sondern die meines Standard-EBV-Programms nutzen möchte, scanne ich alle Negative im Generic-RAW-Format mit 3.300 dpi. Mehr dpi scheinen sich nicht zu rentieren.

    Für DIAs scheint sich eine höhere Auflösung als 3.300 dpi zu lohnen, da sich dadurch das Rauschen etwas minimiert. Der Unterschied zwischen 3.300 und 3.600 dpi ist sehr gering und der zu 7.200 dpi so klein, dass ich ihn (schon allein wegen der Dateigröße (75 MByte bei 3.300 dpi, 90 MByte bei 3.600 dpi, 350 MByte bei 7.200 dpi, 16-Bit-TIFF)) mehr unter dem Aspekt "Blattgold auflegen" sehe. Also für mich nur bei besonders wertvollen Aufnahmen angebracht, als Standard werde ich 3.300 dpi im Generic-RAW-Modus auch für DIAs verwenden.

    ICE lasse ich immer eingeschaltet, ich empfehle jedoch, vorher das einzuscannende Material mit einem Blasebalg abzupusten (Foto-Zubehör).